Asscher (Square Emerald)

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  • “Stufenschliff”-Cousin des Emeraldschliffs
  • Emeraldschliff = “Stufenschliff”-Facetten
  • Geometrischer “Spiegelsaal”-Effekt (hall of mirrors)
  • Etwas mehr Glanz als Emerald-Cut (aufgrund seiner hohen Krone und seiner 58/74 Facetten)
  • Bezaubernder Reiz (erzeugt durch tiefer Pavillon und die Präzision des Asscher Cuts)

Perfekte Masse «ASSCHER»:

  • Depth 67% oder weniger (bis 70% absolut ok)
  • Table unter 69%
  • Asscher Length-to-Width Ratio 1.00 to 1.05

Geschichte

Man könnte meinen, dass der attraktive Asscher-Schliff aufgrund seiner klaren Linien und seiner schicken Präsentation ein moderner Diamantschliff ist. Aber er wurde im Jahr 1902, geschaffen. Mit dem Aufkommen der Art-Déco-Ära fand der Asscher-Schliff seine Fangemeinde. In den 1920er Jahren befand sich alles im Umbruch, weg von der Tradition. Es war das Industriezeitalter. Die Architektur vermittelte eine neue Botschaft, eine von Modernität und geometrischem Einfluss. Der Schmuck entsprach dieser Inspiration. High Jewelry wurde geometrisch im Design.

Was steckt hinter dem Namen?

Er wurde vom legendären Diamantschleifer Joseph Asscher erfunden. Zur Zeit seiner Erfindung ließ Joseph Asscher ein Patent auf sein einzigartiges Design erteilen. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass jemand tatsächlich einen Diamantschliff patentierte. Das Patent wurde bis zum Zweiten Weltkrieg verlängert.

Wie viele andere exquisite Diamantschliffe hat auch der Asscher-Schliff einige clevere Überarbeitungen erfahren, um das Lichtverhalten zu verbessern und seinen luxuriösen Eindruck zu verstärken. Der ursprüngliche Asscher-Schliff wurde als Diamant mit 50 oder 58 Facetten geschaffen. In seiner ursprünglichen Iteration war er fast quadratisch, da er im Idealfall im Verhältnis 1:1,04 geschliffen wurde, also sehr leicht länger als quadratisch. Seine einzigartige Facettenanordnung führt zu einem funkelnden Effekt, der “Spiegelsaal” genannt wird.

Ein Schliff für einen König oder eine Königin

Fast ein Jahrhundert nach dem Debüt des ersten Asscher-Schliffs überarbeiteten Joseph Asschers Nachfahren Edward und Joop Asscher das Design, indem sie sechzehn weitere Facetten hinzufügten, so dass der neue königliche Asscher-Schliff-Diamant eine Hommage an den Cullinan II-Diamanten (der zweitgrößte Diamant, der aus dem Cullinan-Rohstein geschliffen wurde) der kaiserlichen Krone sein würde.

Das Ergebnis ist ein quadratischer Diamant mit 74 Facetten im Stufenschliff (Gegensatz zu den 58 eines klassischen Brillantschliffs), der das Licht aus jedem Winkel absorbiert. Auf diese Weise erzeugt er einen unendlichen Spiegelpool-Effekt. Eine weitere beabsichtigte Folge dieses genialen Schliffs ist die daraus resultierende Parade von kaleidoskopischen Farbblitzen im Lichtspektrum. Er wurde speziell entwickelt, um das Auge mit der gleichen schillernden Brillanz eines runden Brillantschliffs zu fesseln, plus all den Feinheiten der kunstvoll angeordneten Winkel, die man in einem Emeraldschliff findet.